Scheuen Sie sich nicht, nach einem Verkehrsunfall schnellstmöglich den Rat eines Anwalts einzuholen. Auf diese Weise sichern sie sich ggf. Ansprüche, die Sie ohne den anwaltlichen Rat möglicherweise nicht geltend machen würden.

Grundsätzlich steht Ihnen bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall ein Anspruch auf Ersatz des durch den Unfall entstandenen Schadens zu. Dies können u.a. folgende Ansprüche sein:

  • Ersatz des durch den Unfall entstandenen Sachschadens für das beschädigte Kfz und andere durch den Unfall beschädigte Gegenstände wie Kleidung, Brille, Mobiltelefon usw. .
  • Erstattung der Gutachterkosten zur Feststellung des Schadens am Kfz, sofern es sich nicht um einen so genannten Bagatellschaden handelt (z.B. Schadenshöhe nicht höher als ca. 700,- €, je nach Gerichtsbezirk). Im letzteren Fall genügt grundsätzlich als Schadensnachweis ein Kostenvoranschlag der Werkstatt über die zu erwartenden Reparaturkosten aus.
  • Ersatz der Heilbehandlungskosten für Krankenhaus, Arzt und Rehabilitation.
  • Schmerzensgeld: Dies soll einen Ausgleich für die infolge des Unfalls erlittenen körperlichen und psychischen Schäden darstellen.
  • Ersatz eines Verdienstausfalls, soweit aufgrund des Unfalls eine berufliche Tätigkeit nicht möglich war.
  • Nutzungsausfallentschädigung oder Inanspruchnahme eines Mietwagens für die Dauer des schadensbedingten Fahrzeugausfalls/Reparaturdauer können Sie bei entsprechendem Bedarf einen Mietwagen beanspruchen. Da in diesem Zusammenhang die so genannten „ersparten Eigenaufwendungen“ angerechnet werden, ist es ratsam, sich noch vor der Anmietung eines Ersatzwagens mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung in Verbindung zu setzen und zu klären, welche Kosten tatsächlich übernommen werden. Wenn Sie keinen Mietwagen benötigen, können Sie für die entsprechende Dauer alternativ eine Nutzungsausfallentschädigung geltend machen. Die Höhe der Entschädigung wird in der Praxis durch Berechnungstabellen ermittelt, in denen für alle gängigen Fahrzeuge ein bestimmter Entschädigungsbetrag pro Tag festlegt ist.
  • Auslagenpauschale: Grundsätzlich kann für die im Rahmen der Unfallabwicklung entstandenen Unkosten (z.B. Telefongebühren, Porto usw.) eine Kostenpauschale von 25,- € geltend gemacht werden. Sofern die eigenen Auslagen tatsächlich diese Pauschale übersteigen sollten, müssen sie konkret nachgewiesen werden.
  • Anwaltskosten: Wenn der Unfallgegner die alleinige Schuld trägt, hat er bzw. die gegnerische Haftpflichtversicherung auch die Anwaltskosten zu erstatten.

 

Stand:01/2010